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Der Energiediskurs in der Villa Gary bringt Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie Energieexperten und Journalisten in einem ausgewählten Kreis zusammen. Ziel ist es, in einer Reihe themenzentrierter Veranstaltungen neue Perspektiven zu entwickeln und realistische Transformationspfade im Umgang mit dem Klimawandel zu diskutieren.
Das Format ist bewusst als innovativer, interaktiver Austausch unter Chatham House Rules konzipiert – ein geschützter Raum, der offene Diskussionen ohne unmittelbaren öffentlichen Druck ermöglicht. Zusammenfassungen der Veranstaltungen werden im Nachgang auf LinkedIn veröffentlicht. Seit Anfang 2025 findet der Energiediskurs monatlich an einem exklusiven Ort und in einem bewusst kuratierten Rahmen statt. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsanwalt Dr. Kai Pritzsche, der über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Energie- und Wirtschaftsrecht verfügt und unter anderem Mitautor des Standardwerks Pritzsche/Vacha, Energierecht – Einführung und Grundlagen ist.
Die Zusammenarbeit mit Dr. Pritzsche eröffnet zudem die Möglichkeit, praxisnahe Seminare zu aktuellen energiepolitischen und regulatorischen Themen anzubieten. Die Inhalte orientieren sich eng an der aktuellen Gesetzgebung.
Die Zielgruppe umfasst politische Entscheidungsträger, Vertreter von Bundesministerien, Botschaften, Wissenschaft sowie weitere relevante Stakeholder. Geboten werden ein passender Rahmen, fundierte inhaltliche Konzeption, ein belastbares Netzwerk sowie professionelle Vor- und Nachbereitung und Moderation.
Das erste Seminar für politische Entscheidungsträger fand im Mai 2025 zum Thema
„Die Funktionsweise des nationalen und europäischen Strombinnenmarktes“ statt – ein hochaktuelles Thema, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Stromausfalls in Spanien im April 2025. Teilnehmer waren Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten. Das Seminar hat deutlich gemacht, wie zentral ein fundiertes Verständnis des europäischen Strombinnenmarktes für politische Entscheidungsprozesse ist.
Weitere Seminare zu unterschiedlichen Themen folgten im Jahr 2026. So fand im März ein Seminar mit dem Thema „RED III im Verkehr: Umsetzungen, Herausforderungen und Konsequenzen für die Praxis“, unter anderem mit Beteiligung des BMWE und des BMUKN statt.
Das regelmäßig stattfindende parlamentarische Frühstück „Berlin meets Brussels: Europas Prozesse und Politiken verstehen“ rückt die enge Verzahnung europäischer und nationaler Gesetzgebung stärker ins Bewusstsein. Gerade in der Energie- und Klimapolitik entfalten EU-Entscheidungen unmittelbare Wirkung auf nationaler Ebene. Umso wichtiger ist es, dass nationale Parlamente ihre Mitwirkungsrechte frühzeitig und aktiv wahrnehmen.
Im Rahmen des Formats werden zentrale Mechanismen europäischer Gesetzgebung – etwa delegierte Rechtsakte oder informelle Triloge – zunächst grundlegend erläutert und anschließend anhand konkreter Beispiele vertieft. Bei der Auftaktveranstaltung wurde dies unter anderem am Beispiel des EU-Emissionshandelssystems (ETS I) und dessen Auswirkungen auf die Chemieindustrie dargestellt.
Das parlamentarische Frühstück wird in Zusammenarbeit mit
Dr. Markus Pieper (Mitglied des Europäischen Parlaments 2004–2024),
Mark Helfrich, MdB (CDU/CSU-Bundestagsfraktion),
sowie Markus Hümpfer, Konzernbeauftragter Bundespolitik der EWE AG,
in der Repräsentanz der EWE AG am Pariser Platz in Berlin realisiert.
Eingeladen sind Mitglieder des Deutschen Bundestages, deren Mitarbeiter und Mitarbeiter der Landesvertretungen.