Wie realistisch ist das Net-Zero-Ziel für 2045?
Ist Energieeffizienz ein Wachstumskiller?
„Klimaneutralität bis zum Jahr 2045“ – so lautet weiterhin das politische Ziel. Inzwischen zeichnet sich jedoch ab, dass diese Vorgabe nur schwer zu erreichen sein dürfte. Institutionen wie VKU und DIHK sowie verschiedene Politiker haben erhebliche Zweifel an der Umsetzbarkeit geäußert.
Ein zentraler Baustein zur Zielerreichung ist die Steigerung der Energieeffizienz. Die EU-Kommission verfolgt das Ziel, die Europäische Union durch ambitionierte Energiesparvorgaben unabhängiger von Öl und Gas zu machen. Bereits im Mai will sie Vorschläge vorlegen, wie kurzfristig Energie eingespart und effizienter genutzt werden kann.
Aktuell gilt: Der Endenergieverbrauch in der EU soll bis 2030 um 38 % sinken; für Deutschland ist eine Reduktion um 22 % vorgesehen.
Kritiker warnen jedoch, dass diese Ziele ohne Einbußen beim Wirtschaftswachstum kaum erreichbar seien. So weist Prof. Dr. Bettzüge, Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln darauf hin, dass das Energieeffizienzgesetz eine jährliche Verbrauchsreduktion von 2,2 % verlangt. Gleichzeitig erwartet die Bundesregierung, dass die Endenergieproduktivität – also die pro Wirtschaftseinheit eingesetzte Energie – jährlich um durchschnittlich 2,1 % steigt. In der Kombination, so Bettzüge, entspreche dies faktisch einem Szenario ohne Wirtschaftswachstum.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die EU ihre Effizienzziele weiter verschärfen wird. Wir werden Mitte Juni über die Vorschläge der EU – Kommission sprechen, gerne sind Sie eingeladen, sich daran zu beteiligen
19. Juni 2026
Programm
| 14: 30 Uhr | Eintreffen der Gäste |
| 15:00 Uhr | Begrüßung Dr. Kai Uwe Pritzsche, Dr. Annette Nietfeld, |
| Zahlen, Daten, Fakten – Sachliche Einordnung Impulsvorträge | |
| 15:15 Uhr | Die aktuellen Vorstellungen der EU – Kommission und die Bewertung des DIHK Erik Pfeifer, Referatsleiter Betrieblicher Umweltschutz, DIHK (angefragt) Umsetzungspotentiale seitens der Unternehmen Prof. Dr. Frank Höpner, Mitglied der Geschäftsleitung ENGIE Deutschland AG |
| 16:00 | Verständnisfragen |
| 16:15 Uhr | Kurze Pause |
| 16:30 Uhr | Diskussion an Tischen mit je max. 6 Teilnehmern |
| 17:30 Uhr | Rückkehr ins Plenum Moderation: Dr. Annette Nietfeld, Geschäftsführerin, Nietfeld Communication. |
| 18:00 Uhr | Zusammenfassung der Ergebnisse; anschließend Drinks und gute Gespräche |